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Storytelling das verkauft

Geschichten die Emotionen wecken

8 Min. LesezeitAktualisiert: 30. November 2024

Fakten informieren. Geschichten verkaufen. Menschen erinnern sich nicht an "24h getragen, Größe M" - sie erinnern sich an die Geschichte dahinter. Storytelling ist keine Manipulation, es ist die natürlichste Art zu kommunizieren.

Warum Geschichten wirken

Unser Gehirn ist für Geschichten gebaut. Eine gute Story aktiviert mehr Hirnregionen als reine Fakten. Sie erzeugt Emotionen, und Emotionen treiben Kaufentscheidungen. Das ist Neurologie, nicht Meinung.

Die Neurowissenschaft des Storytellings

Wenn du eine Liste von Features liest, aktiviert das nur das Sprachzentrum deines Gehirns - den Teil, der Worte verarbeitet. Wenn du aber eine Geschichte hörst, passiert etwas Magisches: Das ganze Gehirn schaltet sich ein. Die Teile, die für Geruch, Bewegung, Emotionen und sogar Schmerz zuständig sind, werden aktiv.

Noch faszinierender: Bei einer guten Geschichte synchronisieren sich die Gehirne von Erzähler und Zuhörer. Dieser Effekt heißt "Neural Coupling" und erklärt, warum Geschichten so verbindend wirken. Der Zuhörer erlebt die Geschichte fast so, als wäre er selbst dabei.

Der Oxytocin-Effekt

Gute Geschichten setzen Oxytocin frei - das "Vertrauenshormon". Das ist derselbe Stoff, der bei Umarmungen, Küssen und anderen intimen Momenten ausgeschüttet wird. Wenn deine Geschichte Vertrauen und Verbindung erzeugt, wird buchstäblich ein hormoneller Prozess ausgelöst, der den Käufer dir näherbringt.

Die 4 Story-Formate die funktionieren

1. Die Ursprungs-Story

Warum machst du das? Was hat dich dazu gebracht? Menschen lieben Anfangs-Geschichten.

Beispiel:

"Angefangen hab ich eigentlich aus Neugier. Eine Freundin meinte, das waere eine Sache... Ich dachte 'niemals'. Dann hab ich's probiert und war überrascht wie viel Spass es macht - nicht nur das Geld, sondern die Verbindungen die entstehen..."

2. Die Produkt-Story

Nicht "Das ist ein blaues Hoeschen" sondern die Geschichte dahinter.

Beispiel:

"Dieses Set hat eine Geschichte. Ich hab es gekauft als ich mir endlich mal was gegoennt hab nach einem stressigen Monat. Jedes Mal wenn ich es trage, erinnert es mich daran dass ich mir selbst wichtig bin. Jetzt wird es deins - mit all den guten Vibes die dran haengen..."

3. Die Kunden-Story

Geschichten von zufriedenen Kunden (mit Erlaubnis, anonym ist okay).

Beispiel:

"Letzte Woche hat mir ein Stammkunde geschrieben: 'Das war das beste Geschenk das ich mir je gemacht hab. Dein Stück liegt neben meinem Bett und ich schlafe besser.' Das hat mich so gefreut. Dafür mach ich das hier..."

4. Die Alltags-Story

Kleine Geschichten aus deinem Tag die zeigen wer du bist.

Beispiel:

"Heute im Gym ist was Lustiges passiert. Der Trainer meinte ich soll 'weniger intensiv' trainieren weil ich so schwitze. Wenn er wuesste dass ich das EXTRA mache... Die Ironie. Musste echt innerlich lachen."

Die Story-Formel

Jede gute Geschichte folgt einem einfachen Muster:

1. Setup (Situation)

"Es war an einem normalen Donnerstag..." / "Letzte Woche ist was passiert..."

2. Konflikt/Wendung

"...aber dann..." / "Was ich nicht erwartet hab..." / "Ploetzlich..."

3. Aufloesung

"Am Ende..." / "Was ich gelernt hab..." / "Und jetzt..."

4. Verbindung zum Publikum

"Kennst du das?" / "Was denkst du?" / "Ist dir das auch schon passiert?"

Zusammen als Template:

"[Setup: Was war die Situation] + [Aber dann: Was ist passiert] + [Aufloesung: Wie ging es aus] + [Verbindung: Frage ans Publikum]"

Emotionale Trigger nutzen

Gute Geschichten wecken Emotionen. Diese Trigger funktionieren:

Neugier

"Was dann passiert ist, haette ich nie gedacht..."

Überraschung

"Aber dann kam die Wendung..."

Verletzlichkeit

"Ehrlich gesagt hatte ich Angst dass..."

Freude

"Das hat mich so gluecklich gemacht..."

Zugehörigkeit

"Kennst du das auch? Wenn..."

Exklusivität

"Das erzaehl ich sonst niemandem, aber..."

Storytelling Do's und Don'ts

So machst du es richtig

  • Spezifisch sein (Details machen glaubwuerdig)
  • Emotionen zeigen (nicht nur beschreiben)
  • Einfache Sprache (so wie du redest)
  • Kurz halten (jeder Satz muss einen Zweck haben)
  • Fragen stellen (Publikum einbeziehen)

Das vermeiden

  • XZu vage ("irgendwann", "irgendwer")
  • XOffensichtlich erfunden (wird durchschaut)
  • XZu lang (niemand liest Romane)
  • XZu "perfekt" (Fehler machen menschlich)
  • XImmer nur Verkaufen (Balance!)

Das Wichtigste in 30 Sekunden

Geschichten verkaufen besser als Fakten. 4 Story-Typen: Ursprung (warum du das machst), Produkt (Geschichte hinter dem Stück), Kunden (Feedback als Story), Alltag (wer du bist). Formel: Setup → Wendung → Aufloesung → Frage ans Publikum. Nutze emotionale Trigger: Neugier, Überraschung, Verletzlichkeit. Sei spezifisch, kurz, und echt. Nicht alles erfinden.

4 Story-TypenStory-FormelEmotionen wecken
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